Was tun, wenn ich kurbedürftig werde?

1. Was macht die Beratungsstelle?
2. Wann habe ich Anspruch auf eine Kur?
3. Wie ist der Weg zur Kur?
4. Woher bekomme ich Attest- und Antragsvordrucke?
5. Was ist Vorsorge und Rehabilitation?
6. Was ist eine Mütterkur?
7. Wer versorgt meine Kinder, wenn ich alleine zur Kur fahren will?
8. Was ist eine Mutter-/Vater-Kind-Kur?
9. Kann ich mein Kind mitnehmen oder muss es krank sein?
10. Muss ich in den Schulferien fahren?
11. Wie lange dauert eine Kur?
12. Wird mir die Zeit der Maßnahme auf den Urlaub angerechnet?
13. Wer bezahlt die 3-wöchige Kur?
14. Muss ich für die Fahrtkosten zur Klinik aufkommen?
15. Welche Therapie erwartet mich auf Kur?

 

1. Was macht die Beratungsstelle?

Wir beraten Sie zu allen Fragen von Mütterkuren und Mutter/Vater-Kind-Maßnahmen. Wir helfen Ihnen bei der Antragstellung, halten die nötigen Antragsformulare bereit, beraten Sie bei den Fragen zur Betreuung oder Mitnahme von Kindern, helfen bei Bedarf bei der Finanzierung, beraten bei der Auswahl der passenden Klinik und stehen Ihnen nach der Maßnahme für weiterführende Beratung, z. B. Soziale Beratung, zur Verfügung.

2. Wann habe ich Anspruch auf eine Kur?

Alle Mütter und Väter haben Anspruch auf eine solche Maßnahme. Voraussetzung ist, dass körperliche und seelische Beeinträchtigungen vorliegen, eine Gesundheitsvorsorge erforderlich ist und der Bedarf mit einem ärztlichen Attest bestätigt wird. Antrag und Attest gehen zur Prüfung und Genehmigung zur Krankenkasse und evtl. zum Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Häufig tragen Frauen neben ihrer beruflichen Tätigkeit die Hauptlast in der Familie. Insbesondere wenn Probleme mit den Kindern, in der Ehe, mit dem Geld, den Wohnverhältnissen oder durch Pflege von Angehörigen auftreten, kann dies zu körperlichen Erkrankungen, Erschöpfungszuständen oder psychischen Erkrankungen führen. Dann bietet die Kur die Möglichkeit zur Behandlung der Störungen und Erkrankungen.

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3. Wie ist der Weg zur Kur?

Zur Genehmigung einer Kur ist ein ärztliches Attest notwendig. Hilfreich ist ein Beratungsgespräch in unserer Beratungsstelle am Bahnhofsplatz 11 in Ansbach. Hier erhalten Sie die nötige Hilfe, Antragsformulare und Informationen rund um die Kur. Liegt ein ärztliches Attest vor, geht dies an die Krankenkasse zur Prüfung. Stichprobenartig prüft der MDK die eingereichten Unterlagen, ob alle Vorraussetzungen vorliegen. Die Krankenkasse genehmigt dann die Kur. Wird der Antrag abgelehnt, sind wir im Widerspruchsverfahren behilflich. Besprechen Sie mit uns, welche Einrichtung für Sie passend wäre. Das Müttergenesungswerk bietet eine entsprechende Auswahl.

4. Woher bekomme ich Attest- und Antragsvordrucke?

Attest- und Antragsvordrucke erhalten Sie bei uns. Verschiedene Krankenkassen haben auch eigene Vordrucke oder verwenden den offiziellen Antragsvordruck für Reha – Maßnahmen. Dieser gilt generell nur für die Beantragung über den Rentenversicherungsträger. Es lohnt sich, wenn Sie sich vorher bei uns erkundigen, ob Ihnen der richtige Antrag ausgehändigt wurde.

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5. Was ist Vorsorge und Rehabilitation?


Vorsorgemaßnahmen helfen der Behandlung und Vorbeugung von Risikofaktoren Gesundheitsstörungen und Beeinträchtigungen. Weiterhin dienen sie der Förderung und dem Erhalt der Gesundheit und sollen einem Fortschreiten einer drohenden Krankheit entgegenwirken. Rehabilitation kommt in Betracht wenn aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Schädigung voraussichtlich nicht nur eine vorübergehende im Alltag relevante Funktionsstörung vorliegt oder eine Beeinträchtigung der Teilhabe im Alltag droht.

6. Was ist eine Mütterkur?

Eine Mütterkur ist dann das Richtige, wenn Sie als Frau und Mutter für sich die Notwendigkeit sehen, alleine, ohne Mitnahme eines Kindes, Ihre Gesundheit zu stärken. Sie ist eine medizinische Leistung zur Vorsorge und Rehabilitation für Mütter, die alleine zur Kur fahren. Die Krankenkasse übernimmt bei Vorliegen der medizinischen Voraussetzungen die Kosten für den Zeitraum von 3 Wochen. Verlängerungen sind bei medizinischer Notwendigkeit möglich.

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7. Wie kann ich meine Kinder versorgen, wenn ich alleine zur Kur fahren will?

Wenn Sie alleine fahren, ist es wichtig, dass vor Beginn der Maßnahme die Versorgung der Kinder während Ihrer Abwesenheit geklärt ist. Die Versorgung können Angehörige übernehmen, oder Sie können ergänzend eine Familienhilfe beantragen, soweit eines der Kinder unter 12 Jahre alt ist. Hierzu erhalten Sie Informationen bei Ihrer Krankenkasse.



8. Was ist eine Mutter-/Vater-Kind-Kur?

Die Mutter-/Vater-Kind-Kur ist eine medizinische Leistung zur Vorsorge und Rehabilitation für Mütter oder Väter und ihre Kinder. Die Krankenkasse übernimmt nach Genehmigung der Maßnahme die Kosten für den Zeitraum von 3 Wochen. Verlängerungen sind bei medizinischer Notwendigkeit möglich. Die Kinder werden von pädagogischen Fachkräften betreut; Erkrankungen und gesundheitliche Störungen werden behandelt. Für schulpflichtige Kinder gibt es in einigen Kliniken Schulunterricht.

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9. Wie krank muss mein Kind sein, damit es mitfahren kann?

Es gibt unterschiedliche Gründe für die Mitnahme von Kindern zu einer Vorsorge und Reha-Maßnahme. Kinder können selbst unter gesundheitlichen Störungen und Erkrankungen leiden und sind behandlungsbedürftig, zum Beispiel aufgrund von Hauterkrankungen, Atemwegserkrankungen, Allergien, Übergewicht. Gründe für die Mitnahme der Kinder können aber auch Störungen in der Mutter-Kind-Beziehung sein, oder dass eine Trennung von Mutter und Kind zu psychischen Störungen des Kindes führen kann. Auch die familiäre Situation, zum Beispiel bei Alleinerziehenden oder fehlende Betreuungsmöglichkeiten während der Abwesenheit der Mutter sind Gründe, damit Kinder mitfahren können. Im Beratungsgespräch wird ausführlich über die Mitnahme eines oder mehrerer Kinder gesprochen. Ist das Kind behandlungsbedürftig, muss immer ein Attest des Arztes vorliegen.

10. Muss die Maßnahme in den Schulferien sein?

Vorsorge- und Reha-Maßnahmen für Mutter-/Vater-Kind finden ganzjährig statt. In vielen Kliniken erhalten Schüler einen schulunterstützenden Unterricht. Die Kinder werden durch Fachpersonal unterrichtet.

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11. Wie lange dauert eine Mütterkur oder Mutter-/Vater-Kind-Kur?

In der Regel 3 Wochen. Bei medizinischer Notwendigkeit ist eine Verlängerung möglich. Der betreffende Kurarzt wird dann alles Nötige in die Wege leiten.

12. Wird mir die Zeit der Kur auf den Urlaub angerechnet?

Nach § 10 Bundesurlaubsgesetz dürfen Maßnahmen der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation nicht auf den Urlaub angerechnet werden, soweit ein Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgeltes nach den gesetzlichen Vorschriften über die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall besteht. Für die Kur muss kein Urlaub beantragt werden.

13. Wer bezahlt die Kur?

Die Kosten für die stationäre Vorsorge oder Rehabilitationsmaßnahme werden von der Krankenkasse übernommen. Sie bezahlen den Eigenanteil von 10,00 pro Tag für Erwachsene, sofern Sie nicht aufgrund der Überschreitung der Zuzahlungsgrenze (2 % bzw. 1 % bei chronisch Kranken) befreit sind. Für Kinder fallen keine Zuzahlungen an. Bei Problemen zur Finanzierung Ihres Eigenanteiles wenden Sie sich bitte an unsere Beratungsstelle.

14. Wer trägt die Fahrtkosten zur Klinik?

Die Fahrtkosten trägt Ihre Krankenkasse. Bei Fahrten zur stationären Vorsorge und Rehamaßnahme beträgt die Zuzahlung 10 % der Fahrtkosten, mindestens jedoch 5 und höchstens 10 .

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15. Welche Therapie erwartet mich auf Kur?

Zum therapeutischen Programm gehören u. a. medizinische und ärztliche Behandlung, Bewegung, Gruppen- und Einzelgespräche, psychologische Beratung, Entspannungsverfahren, Ernährungsberatung, kreative und musische Angebote. Je nach Klinik werden weitere verschiedene Maßnahmen angeboten.

 

Beratung und Auskunft
Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Geschäftsstelle in Ansbach, Bahnhofsplatz 11 oder telefonisch unter 0981 97168-0. Wird von Ihnen eine persönliche Beratung gewünscht, bitten wir um Terminvereinbarung.
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